Ein guter Kuss

Küssen Männer wirklich besser als Frauen? Viel wissenswertes über das Küssen und einen guten Kuss.

Was ist eigentlich ein guter Kuss?
Für einen guten Kuss gibt es leider keinen Maßstab. Klar ist aber, von welchen Faktoren die Kussqualität abhängt, nämlich: Welche Beziehung habe ich zu der Person, wie nahe stehe ich ihr? Natürlich spielt auch die Handhabung eine Rolle: Küsst jemand zu laut? Produziert er zu viel Speichel? Beißt er zu fest oder drückt er zu stark mit den Lippen?

Macht Übung den Meister?
Der eine küsst schon nach einer Frau sehr gut, der andere lernt es sein Leben lang nie. Sie können zwar im stillen Kämmerlein an Ihrem eigenen Arm saugen, aber ohne Partnerin lässt sich das Küssen nicht wirklich trainieren. Doch trösten Sie sich: Was die eine Frau als guten Kuss empfindet, ist dann für die nächste vielleicht ein schlechter. Darum ist es kein Wunder, wenn die meisten Männer von sich behaupten, dass sie gute Küsser sind.

Warum küssen sich die Menschen denn überhaupt?
Klar ist: Der Kuss ist nicht angeboren. Anthropologen sagen, er kommt vom Brutpflegeverhalten, der Mund-zu-Mund-Fütterung und der Fellpflege. Siegmund Freud hat die Theorie aufgestellt, dass sich der Kuss vom Saugen an der Mutterbrust herleitet. Wieder andere glauben, dass der Kuss seinen Ursprung in der Lust auf Berührung und Riechen hat. Ein Mensch sucht die Nähe eines anderen Menschen, und in dem Kuss vereinigen sich schließlich diese Sinneswahrnehmungen.

Ist ein Kuss gleich ein Kuss?
Nein. Alle Liebesküsse, wie zum Beispiel der Mund- oder der Genitalkuss, haben eine starke erotische Komponente. Dagegen wirkt der Begrüßungskuss auf die Wangen eher annähernd. Beim Verehrungskuss, dem Handkuss, wird besonders die Akzeptanz des Gegenübers betont.

Der Ursprung des Kusses
Dieser liegt wahrscheinlich im Liebeskuss, alle anderen Formen leiten sich davon ab. Sie haben sich nicht parallel entwickelt, aber eine genaue Rekonstruktion ist nicht mehr möglich. Eine der ältesten Kussdarstellungen stammt aus Vorderasien und ist zirka 5000 Jahre alt. Wahrscheinlich haben sich schon die Neandertaler geküsst. Dafür gibt es aber keine Belege.

Küssen ist also weltweit angesagt?
Ja. Global gesehen hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts aber der Nasenkuss überwogen, der heute noch bei den Maori praktiziert wird. Doch letztendlich verdrängt der orale Kuss, den die Europäer in der Kolonialzeit exportiert haben, immer stärker den Nasenkuss.

Die Unterschiede beim Küssen zwischen Mann und Frau
Der Kuss ist für Frauen wahrscheinlich wichtiger als für Männer. Frauen küssen mit Sicherheit weicher, bei Männern wirkt es schon allein durch die Bartstoppeln bzw. -haare etwas härter. Umfragen belegen, dass Frauen bei Ihrem Partner generell mehr Zärtlichkeit suchen, ohne dass man den Männern das nun komplett absprechen sollte. Die Vermutung, dass den Männern der Sex wichtiger sei als das Küssen, wurde allerdings nicht bestätigt.

Küssen ist für Männer mehr als ein Vorspiel
In unserer Kultur spielt der Kuss bei der Sexualität eine große Rolle und ist ein wesentlicher Bestandteil des Vorspiels. Wenn man sich verliebt, dann ist der Kuss das erste Ziel der Annäherung. Er verspricht Wärme, Nähe und Zärtlichkeit. Man dringt ja bereits beim Zungenkuss auch ineinander ein. Und Küssen während des Vorspiels ist ein hochgradig stimulierender Vorgang. Schließlich ist der Mund ein äußerst sensibles Organ. Ohne das Küssen ist die Sexualität für uns eigentlich nicht denkbar.

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